Vorführung in Südkalifornien

BMW hat gemeinsam mit IONNA und Alpitronic bei einer Medienveranstaltung in Südkalifornien das Schnellladen des neuen BMW iX5 60 xDrive vorgeführt. Laut BMW erreicht das Fahrzeug dabei eine maximale DC-Ladeleistung von bis zu 460 kW. Für den Hochvoltspeicher nennt der Hersteller 141 kWh netto sowie eine Ladezeit von 10 auf 80 Prozent State of Charge in 23 Minuten.

Davon zu trennen ist die Reichweitenangabe: BMW spricht von bis zu 363 Kilometern WLTP-Reichweitenzuwachs in 10 Minuten. Der WLTP-Bezug ist damit ausdrücklich nur für den nachgeladenen Reichweitenwert genannt, nicht für die Ladeleistung oder die 10-bis-80-Prozent-Ladezeit.

Gen6-Technik mit 800 Volt und neuen Zellen

Der iX5 nutzt laut BMW die sechste Generation der eDrive-Technologie. Nach dem Debüt im iX3 kommt dieses System nun auch im neuen iX5 zum Einsatz. BMW verbindet damit 800-Volt-Technik, bidirektionale Ladefunktionalität sowie neue Hochvoltbatterien mit zylindrischen Zellen.

Für diese Zellen nennt BMW eine um 20 Prozent höhere volumetrische Energiedichte gegenüber den prismatischen Gen5-Zellen. Diese Aussage bezieht sich auf die Zellebene; aus der Mitteilung lässt sich keine entsprechend höhere Energiedichte des kompletten Batteriepakets ableiten.

Vorführung mit noch nicht in den USA erhältlicher Hardware

Die BMW-Mitteilung grenzt den gezeigten Aufbau selbst ein: Die 460-kW-Demonstration sei eine Technologievorführung und keine Ladehardware, die derzeit in den USA erhältlich ist. Die gezeigte Leistung ist damit an diese konkrete Vorführung gebunden und nicht mit einer bereits breit verfügbaren öffentlichen Infrastruktur gleichzusetzen.

Belegt ist durch die Mitteilung vor allem das Zusammenspiel von Fahrzeug und Ladehardware unter Demonstrationsbedingungen. Eine unabhängige Bestätigung der genannten Werte enthält die Quelle nicht.

Warum die Spitzenleistung den Ladestopp nicht allein erklärt

Der ADAC erläutert allgemein, dass die Ladeleistung bei Elektroautos nicht konstant bleibt: Sie erreicht ihr Maximum meist bei niedrigem Ladestand und sinkt mit zunehmendem SoC. Für die Praxis ist deshalb nicht nur die Leistungsspitze wichtig, sondern der Verlauf der Ladekurve über den gesamten Ladehub.

Genau deshalb ist die von BMW genannte Zeit von 10 auf 80 Prozent aussagekräftiger als der 460-kW-Peak allein. Eine vollständige Ladekurve des iX5 veröffentlicht BMW in dieser Mitteilung jedoch nicht; der ADAC-Kontext ist nur allgemeine Einordnung und keine unabhängige Messung dieses Fahrzeugs.

Transparent recherchiert

Quellen zu dieser Geschichte

Unsere Einordnung stützt sich auf die folgenden Originalquellen. Angaben von Herstellern und Organisationen werden als solche eingeordnet.

  1. BMW Group, IONNA und Alpitronic machen die bis zu 460 kW Ladeleistung des neuen BMW iX5 60 xDrive erlebbar. ↗BMW Group · 20. Oktober 2026
  2. E-Auto Schnellladen: Die besten Modelle für die Langstrecke ↗ADAC · 19. Februar 2020
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