Zunächst werden Vorserienfahrzeuge zerlegt
Volkswagen hat in seinem Werk Zwickau eine industrielle Demontagelinie eröffnet. Laut Mitteilung werden dort zunächst Vorserienfahrzeuge zerlegt; Altfahrzeuge sollen später hinzukommen. Ab 2027 plant der Konzern im Zweischichtbetrieb die Zerlegung von 4.100 Fahrzeugen pro Jahr und den Einsatz von 100 Beschäftigten. Die Linie besteht aus acht Takten. VW bezeichnet sie als erste industrielle Demontagelinie des Konzerns.
Gebrauchtteile für den Reparaturmarkt
Für die Teileversorgung nennt Volkswagen nachgefragte Komponenten wie Türen und Stoßfänger sowie Motoren und Getriebebauteile. Diese Original-Gebrauchtteile sollen über bestehende Netze der Händler und Servicepartner sowie über unabhängige Werkstätten und Teilehändler vertrieben werden. Damit verfolgt der Konzern zwei Ziele: ausgebaute Bauteile erneut für Reparaturen bereitstellen und Rohstoffe für weitere Materialkreisläufe zurückgewinnen.
Kunststoffausbeute der neuen Linie noch offen
Einen Vergleich zur bisherigen Demontagepraxis liefert das Umweltbundesamt: In Deutschland wurden 2023 durchschnittlich 4,3 Kilogramm Kunststoffteile ohne Batteriegehäuse pro Altfahrzeug demontiert und einer Verwertung zugeführt. Bei einem angenommenen Kunststoffanteil von zwölf Prozent schätzt das UBA rund 136 Kilogramm Kunststoff in einem durchschnittlichen Altfahrzeug. Die ausgebauten 4,3 Kilogramm entsprechen laut Behörde rund drei Prozent davon. Das beschreibt die damalige deutsche Demontagepraxis, nicht die Leistung der neuen VW-Linie. Welche Kunststoffmengen in Zwickau je Fahrzeug tatsächlich ausgebaut und einer Verwertung zugeführt werden, nennt die Mitteilung nicht.
Quellen zu dieser Geschichte
Unsere Einordnung stützt sich auf die folgenden Originalquellen. Angaben von Herstellern und Organisationen werden als solche eingeordnet.
- Kreislaufwirtschaft bei Volkswagen: Erste Demontagelinie geht ans Netz ↗Volkswagen · 28. Oktober 2026
- Altfahrzeugverwertung und Fahrzeugverbleib ↗Umweltbundesamt
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